zu: Manes Meckenstock & Die Sweethearts
Gestern Abend war ich mit meiner Frau im Meckenstocks. Zunächst waren...mehr
Im Jahr 2000 war Gunther von Hagens' Ausstellung "Körperwelten" schon einmal in Köln und sorgte für lebhafte Diskussionen. Fast zehn Jahre später sind die plastinierten Körper erneut zu sehen, diesmal dreht sich alles um das menschliche Herz. Dabei geht es auch darum, bedachter mit seiner eigenen Gesundheit umzugehen.
Rauchen kann Krebs verursachen" steht neben anderen Warnungen auf allen Zigarettenpackungen. Die meisten Raucher bringt das natürlich nicht weg vom Glimmstengel. Vielleicht hilft ein Besuch der "Körperwelten" weiter. Die Ausstellung des Gunther von Hagens gastiert zum zweiten Mal in Köln und zeigt den menschlichen Körper anhand von Plastinaten in all seinen Details. Und eben auch alle Folgen eines ungesunden Lebens: Wenn man einmal vor einer schwarzen Raucherlunge stand und sozusagen "live" gesehen hat, was das Rauchen in der Brust anrichtet, macht das selbst den größten Härtefall nachdenklich. Man kann von der Ausstellung halten, was man möchte, kann sie makaber, geschmacklos oder eklig finden - näher als hier kommt man dem Inneren eines menschlichen Körpers nie. Oder einer Raucherlunge. Vielleicht ist das manchmal auch besser so.
Anna Peuckert
Faszination Plastination
1977 entwickelte Gunther von Hagens die Plastination, ein Verfahren, das es ermöglicht, den Verfall des toten Körpers zu stoppen und feste, geruchslose und dauerhaft haltbare anatomische Präparate für die wissenschaftliche und medizinische Ausbildung herzustellen. Es dauert rund 1500 Arbeitsstunden, einen menschlichen Körper vollständig zu plastinieren. Das größte Plastinat der Welt ist eine ausgewachsene Giraffe - sie ist 5,80 Meter groß. Um auch Laien die Möglichkeit zu geben, seine Plastinate zu sehen, gründete von Hagens 1996 die erste Körperwelten-Ausstellung. Die gezeigten Exponate stammen ausschließlich von Menschen, die explizit verfügt haben, dass ihr Körper nach ihrem Tod in einer der sechs Körperwelten-Ausstellungen gezeigt werden darf. Wer seinen Körper spendet, erhält dafür kein Geld.
Vom 19. September 2009 bis 31. März 2010, täglich ab 9 Uhr. Tickets an der Tageskasse, bei www.ticketonline.de und an allen VVK-Stellen.
koerperwelten.de
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